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Was verstehen Unternehmer eigentlich unter Digitalisierung?

Die Digitalisierung gehört zu meinem (fast) täglichen Brot. Sie spielt eine wichtige Rolle in meiner Tätigkeit als Berater und Business Mentor. Und natürlich dreht es sich bei einer Vielzahl meiner Impulsvorträge auch um das Thema der digitalen Transformation. Nicht zuletzt sind wir alle auch als Privatpersonen von den Änderungen durch die digitale Entwicklung betroffen. Denn die digitale Revolution verändert alle Lebensbereiche. Ausnahmslos!

In vielen Gesprächen mit Kunden, Partnern oder auch Workshop Teilnehmern und Besuchern meiner Vorträge, fällt mir immer wieder auf, dass dieses doch sehr komplexe Thema der Digitalisierung häufig zu kurz gedacht wird. Das halte ich für gefährlich. Vor allem, weil ich den Eindruck habe, dass viele Unternehmer, die Digitalisierung zwar als eine der Top 3 Prioritäten sehen, aber vielleicht noch zu sehr in alten, analogen Strukturen denken. Besonders wenn es um das eigene Unternehmen geht.

Es ist sehr gut, wenn man die Digitalisierung als eine der wichtigsten Aufgaben sieht und angeht, aber ich bin mir nicht sicher, ob wirklich immer die richtigen Schlüsse gezogen und passende Massnahmen abgeleitet werden.

Sehr oft höre ich Sätze wie:

  • “Ja, wir digitalisieren unseren Vertriebsprozess, um unsere Produkte zukünftig über digitale Kanäle zu verkaufen.”
  • “Wir haben jetzt einen Social Manager, um unsere Kunden auch über Facebook und Co. anzusprechen.”

Jetzt könnte man ja meinen, dann ist ja alles gut. Ist es aber nicht. Warum?

Eventhinweis : 

Unternehmertag in Dortmund am 05.09.2018

Am 05. September bin ich als Experte für Marketing, Vertrieb und Digitales als Redner beim Unternehmertag Dortmund. Ich werde den mittelständischen Unternehmern in einen kurzem Impulsvortrag zum Thema Digitalisierung im Marketing und Vertrieb Einblicke, Ausblicke und Perspektivenwechsel geben.

Zusammen mit den 3 weiteren Experten gehe ich in den Dialog mit den Unternehmern aus dem Mittelstand. Dabei hinterfragen wir die Digitalisierung aber durchaus auch kritisch: Ist weniger vielleicht doch mehr? In diesem Sinne lautet der Arbeitstitel meines Impulsvortrages auch: Gnadenlos digital, oder was?

 

Alle Informationen zum Unternehmertag Dortmund, wie Programm, Experten und Ablauf finden Sie auch auf: unternehmertag-dortmund.de.

Für alle Frühentschlossenen, gibt es auch sogenannte Early-Bird-Tickets. Damit sparen Sie bis zum 20. Juli 2018 40€ auf den Ticketpreis. Der Rabattcode für die Frühbuchertickets lautet: FRUEHERVOGEL und kann ab sofort hier eingelöst werden.

 

Weitere Fragen zur Veranstaltung beantwortet Ihnen gerne der Veranstalter des Unternehmertag Dortmund, die FOBEKA GmbH. Schreiben Sie dazu eine eine Nachricht an info@fobeka.de.
Weil sehr oft einfach nur versucht wird einen bestehenden Prozess “zu digitalisieren” mittels neuer Software, Hardware und wer weiß was noch. Doch viel wichtiger ist es im Vorfeld von Massnahmen im Zuge der digitalen Transformation, eben die Prozesse grundlegend zu hinterfrage und auf Zukunftsfähigkeit zu prüfen. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir vom Vertrieb, Logistik, Einkauf oder der Kommunikation reden.
Die zentralen Fragen lauten:
  • Wie verändert die Digitalisierung mein Produkt?
  • Wie verändert die Digitalisierung meinen Markt?
  • Wie verändert die Digitalisierung meine Zielgruppe?

Was nützt es denn, dass wenn eine Unternehmen, das Schlüssel und Schliesszylinder herstellt, seinen Vertriebsprozess digital gestaltet, wenn die Menschen das Produkt (Schlüssel und Schliesszylinder) schon in absehbarer Zeit garnicht mehr benutzen? Nichts! Denn zukünftig nutzen wir andere Methoden, um Tor und Tür zu öffnen. Dann  ist doch jetzt schon an der Zeit innovative und zukunftsfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Was nützt es denn, sich mit den aktuellen Mitbewerbern auseinanderzusetzen, wenn vielleicht schon morgen neue Marktteilnehmer in Erscheinung treten mit Innovation Lösungen, die man gar nicht auf dem Schirm hatte. Studien belegen den Fakt, dass renommierte Unternehmen noch immer das Monitoring der Startup Szene vernachlässigen und junge Unternehmen nicht als ernsthafte (zukünftige) Konkurrenz sehen. Dazu gibt es einen lesenswerten Artikel auf faz.net: Die gefährliche Selbstüberschätzung deutscher Unternehmen

Last but not least müssen sich alle Unternehmer immer wieder fragen:

  • “Wer ist eigentlich mein Kunde von morgen?”
  • “Welche Probleme hat er / wird er haben und welche Lösungen können wir dafür entwickeln?”

Erst wenn all diese entscheidenden Fragen geklärt sind, sollte man sich um die Digitalisierung von Vertriebsprozessen kümmern. im Idealfall schon um die Prozesse für den Vertrieb von Innovationen Produkten und Dienstleistungen der Zukunft.

Fazit: 

Bevor auf Teufel komm raus bestehende Prozess des Bestandsgeschäftsmodelles digitalisiert werden, sollte erst mal geklärt werden, ob nicht das Geschäftsmodell selbst ein Auslaufmodell ist und man nicht besser neue Ideen und Business Cases entwickelt bis dahin, dass man vielleicht die Branche wechselt oder gar eine neue erschafft. Das muss nicht zwangsläufig so sein, aber es könnte passieren. Und eben mit diesem Aspekt sollte man sich auseinandersetzen, rechtzeitig.

 

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