Social Media für lokale Unternehmen

Social Media für lokale Geschäfte? Macht das wirklich Sinn?

Um die Antwort vorwegzunehmen: Ja!

Es spielt keine Rolle, ob Sie eine Bäckerei haben, der örtliche Juwelier sind, eine Buchhandlung oder Blumenladen betreiben oder ein Restaurant führen, Ihr Unternehmen sollte soziale Medien nutzen. Warum? Die Antwort ist ganz einfach. Weil es Ihre Kunden tun. Und Ihre potentiellen Kunden von morgen nutzen ebenfalls soziale Netzwerke.

Kunden informieren sich im Internet

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal in den Gelben Seiten geblättert? Nun ja, bei mir ist es auch schon eine ganze Weile her. Im Duden findet man das Wort googeln als Begrifflichkeit für “etwas im Internet suchen”. Und genau das tut der smarte Kunde von heute und zwar ziemlich oft. Übrigens beziehen sich laut verschiedener Studien gut 80% der Suchanfragen auf lokale Informationen. Menschen suchen Informationen, Lösungen für Ihre Probleme oder Bedürfnisse.

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Social Media ist Kommunikation

Die Menschen lieben soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Twitter und nutzen diese intensiv. Das bedeutet sie verbringen auch relativ viel Zeit mit Social Media. Als Unternehmen haben Sie als die Chance sich dort entsprechend Ihrer Positionierung zu präsentieren. Natürlich können Sie auch Werbung platzieren, doch in erster Linie geht es um Informationen für und der Kommunikation mit Ihren Kunden.

Stellen Sie sich, Ihr Unternehmen, Ihre Philosophie, Ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot vor. Gewähren Sie auch mal einen Blick hinter die Kulissen. Bauen Sie eine persönliche, emotionale Bindung zu Interessenten auf. Last, but not least senden Sie ruhig auch mal Werbebotschaften aus, z.B. In Form von Rabatthinweise oder neuen Produkten. Vergessen Sie nicht auf ihre Serviceleistungen hinzuweisen. Kurzum die sozialen Kanäle bieten ein Vielzahl von Möglichkeiten für eine clevere und intelligente Kommunikation mit Ihren Kunden.

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Maßgeschneiderte Strategie statt Prinzip Gießkanne

Ein Beitrag auf Twitter ist schnell gepostet, eine Anzeige auf Facebook oder Google Adwords ist schnell geschaltet. Gerade für werbliche Maßnahmen bieten die Netzwerke lukrative Möglichkeiten. Doch wie bereits erwähnt, sollte die nichtwerbliche Kommunikation mit möglichen Kunden im Mittelpunkt Ihrer Social Media Aktivitäten stehen.

Sie sollten also nicht einfach drauflos posten, sondern möglichst planvoll vorgehen. Legen Sie sich eine Strategie zurecht und erstellen zumindest eine rudimentäre Planung.

  1. Wie können Sie Ihre Positionierung am besten in die sozialen Medien transportieren?
  2. Welche Ziele werden definiert?
  3. Welche Social Media Plattformen sind für Sie am sinnvollsten? Welche Kanäle nutzen Ihre Zielgruppen?
  4. Welche Themen sind für Ihre Zielgruppe relevant und interessant?
  5. Welche Formate (Textbeiträge, Fotos, Videos) eignen sich am besten, um Ihre Kunden zu erreichen und lassen sich effektiv auf den ausgewählten Plattformen einsetzen?
  6. Welche Ressourcen (Mitarbeiter, Budget) stehen Ihnen zur Umsetzung zur Verfügung?
  7. Welche Regeln für die Kommunikation in sozialen Medien stellen Sie für Ihr Unternehmen auf?

Warum ist die Planung im Vorfeld so wichtig? Damit Ihr Engagement auf Facebook und Co. auch erfolgreich ist. Häufig ist die beklagte Erfolglosigkeit von Social Media Aktivitäten auf die mangelnde Planung und klarer Zielsetzung zurückzuführen. Es lauert die Gefahr, dass man an der Zielgruppe vorbei kommuniziert und sie damit gar nicht erreicht. Somit bleibt der erwartete Response aus und schnell wird das Engagement als Fehlschlag verbucht.

It’s all about Positionierung

Wie auch in der analogen Geschäftswelt, ist Ihr Auftritt in den sozialen Medien abhängig von Ihrer individuellen Positionierung.

  • Wofür steht Ihr Unternehmen eigentlich?
  • Warum soll sich der Kunde für Sie entscheiden?
  • Was ist Ihr USP / Alleinstellungsmerkmal? Glauben Sie mir jeder hat ein USP.
  • Welchen konkreten Mehrwert bieten Sie Ihren Interessenten?

Entsprechend individuell sollte also auch Ihre Strategie und die Umsetzungsplanung aussehen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit bei der Planung. Definieren Sie klare und möglichst messbare Ziele, die Sie mit einem festgelegten Budget und in einem fixierten Zeitrahmen erreichen wollen. Gestalten Sie Sie anschließend einen Themen- und Redaktionsplan, in dem Sie auch die Kanäle, die Frequenz und den Zeitpunkt der Veröffentlichungen festlegen. Legen Sie einen verantwortlichen Mitarbeiter fest.

Was soll ich denn nur posten?

Sie wissen nicht, welche Informationen Sie über soziale Medien teilen sollen? Hier ein paar Beispiele für lokale Unternehmen.

Zunächst die Klassiker:

  • Verkaufsoffener Sonntag
  • Neue oder geänderte Öffnungszeiten
  • Workshops oder Events, z.B. Modenschau in der Boutique, Lesestunde in der Buchhandlung oder Autogrammstunde im Sportfachgeschäft
  • Hinweise auf spezielle Aktionen, Rabatte und Saison- oder Jubiläumsverkäufe

Auch der Geschäftsalltag bietet jede Menge an Anlässen, die Sie mit Ihren Kunden teilen können:

  • Ihr Geschäft besteht schon in der vierten Generation? Sie haben noch alte Fotos von früher? Super! Einfach posten! Na klar! Menschen schwelgen gern in Erinnerung und lieben vorher-Nachher-Vergleiche. Das wird Ihnen jede Menge Likes und zusätzliche Reichweite bringen.
  • Mitarbeiterporträt: Stellen Sie doch mal einen langjährigen Mitarbeiter vor. Das ist ebenso für die neue Auszubildende geeignet. Das reale Leben ist schließlich analog, Menschen kaufen von Menschen und wissen gerne mit wem sie es zu tun haben. Hinweis: Achten Sie hierbei unbedingt auf die Persönlichkeits- sowie Urheber- und Nutzungsrechte.
  • Was sind eigentlich die Trends der neuen Frühjahrskollektion? Wann kommen, welche neuen Produkte?
  • Und klar, Rabattgutscheine oder Coupons funktionieren immer sehr gut und bringen Ihnen zusätzliche Kunden ins Geschäft.
  • Vergessen Sie nicht, Ihre Kunden einzubinden. Machen Sie eine kleine Umfrage, z.B. was soll das Angebot des Monats sein. Kunden finden Ihren Reparaturservice klasse? Dann bitten Sie um ein kurzes Statement. Auch Erfahrungsberichte zu neuen Produkten werden gerne konsumiert.
  • Sie tun Gutes und unterstützen den örtlichen Sport- oder Karnevalsverein? Dann sprechen Sie auch darüber. Sie zeigen dadurch nicht nur Haltung, sondern gewinnen so vielleicht auch weitere Unterstützer für die gute Sache.
  • Nicht vergessen: Posten Sie Fotos Ihrer neuen Schaufensterdekoration, besonders zu Weihnachten und Ostern. Saisonale Grüße, wie Frohe Ostern, Pfingsten und Weihnachtswünsche dürfen nicht fehlen.

Sie sehen: Ideen und Quellen für gute, interessante und unterhaltsame Beiträge gibt es reichlich.

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Die Angst vor dem Shitstorm

Die Befürchtung, dass es negative Kommentare geben könnte, ist zwar verständlich, aber in den meisten Fällen unbegründet.

Echte “Shitstorms”, also massenhafte Negativkommentare, gibt es so gut wie nie in der Realität. 3 oder 4 negative Kommentare machen keinen Shitstorm. Zur Beruhigung, weit über 80% aller Bewertungen und Kommentare in sozialen Netzwerken sind positiv oder neutral. Sollte es Kritik dennoch geben, heißt es Ruhe bewahren und sich in die Lage des Nutzers versetzen. Bedanken Sie sich für das offene Feedback und entschuldigen Sie sich, wenn etwas schief gelaufen ist. Schildern Sie sachlich und höflich die eigne Sicht. Auch in sozialen Medien ist Kritik die Chance, Verbesserungsvorschläge aufzugreifen und mögliche Schwachstellen zu korrigieren.

Fazit

Social Media Aktivitäten gehören zu einem guten Marketingmix. Wichtig für ein erfolgreiches Agieren ist eine passgenau Strategie, die zum Unternehmen und dessen Positionierung passt. Die Umsetzung der klaren, realistischen und messbaren Zielvorgaben sollte strukturiert erfolgen. Eine regelmäßige Kontrolle und Optimierung der eignen Arbeit in den sozialen Medien sollte ebenfalls eingeplant werden.

Am besten eignet sich dazu Social Media Leitfaden für das Unternehmen.

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Social Media Marketing!

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