Interimsmanager sind überqualifiziert!

Interimsmanager sind überqualifiziert und das ist gut so!

Die meisten Interimsmanager sind für ihre jeweiligen Projekte in den meisten Fällen besser qualifiziert und haben einen breiteren Erfahrungsschatz als eigentlich notwendig wäre für die Erledigung ihrer Aufgaben.

Und das bietet enorme Vorteile. Know-how und durch langjährige Erfahrung erworbene Expertise kann man doch eigentlich nicht genug haben. Und jeder Auftraggeber kann sich absolut sicher sein, dass der Interimsmanager sein volles Wissen und Können in das Projekt einbringt.

Auf der anderen Seite stellen sie trotz der „Überqualifizierung“ kein Risiko für interne Mitarbeiter dar und es hat keine negativen Auswirkungen auf ihre Motivation, wie man es häufig erlebt, wenn festangestellte Mitarbeiter unterfordert werden. Und warum keine negativen Auswirkungen in der Teamarbeit? Ganz einfach, die erfolgreiche Karriere innerhalb eines Unternehmens haben die meisten Interimsmanager bereits gemacht und somit haben sie keine Ambitionen für einen Aufstieg innerhalb des beauftragenden Unternehmens.

Projektmanager und Interimsmanager denken, arbeiten und leben in Projektabschnitten, mal kurzfristiger, mal längerfristiger. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass aus einem Interimsmanager ein Festangestellter wird. Aber dies ist eher die Ausnahme.

Als Mitarbeiter auf Zeit bzw. Abruf sind sie auch ein unabhängiger Sparringspartner für den Unternehmer. Ein Berater, der ganz offen Argumente, Vorschläge und auch Einwände vorträgt ohne dabei viel Rücksicht auf seine Karriereentwicklung nehmen zu müssen.

Seine Erfahrungen und der stetige Blick über den viel zitierten Tellerrand hinaus sind eine nachhaltige Bereicherung für jedes Unternehmen und sorgen für einen erheblichen Wissenstransfer in den jeweiligen Fachbereich. Das stärkt auch die Kompetenz der Teams und Unternehmer.

Einsatzgebiete von Interimsmanagern sind vielschichtig. Es gibt kaum einen Unternehmensbereich, bei dem es sich nicht lohnt über diese temporäre Verstärkung nachzudenken. Egal ob Wachstumsphasen oder Neupositionierungen anstehen oder feste Mitarbeiter längerfristig ausfallen, eine Nachfolge überbrückt werden soll oder einfach das notwendige Know-how fehlt.

Insbesondere der Mittelstand und auch Gründer können sehr stark vom Interimsmanagement profitieren. Viel stärker noch als sie es heute wahrscheinlich schon tun.

Gerade junge Gründer scheuen sich vor Unterstützung durch einen erfahrenen Manager, mal abgesehen von der klassischen Gründungsberatung. Aber um diese geht es gar nicht, sondern um Support bei der Etablierung von Prozessen, den Entwickeln von nachhaltigen Konzepten und natürlich deren erfolgreichen Umsetzung.

Es ist verständlich, dass Gründer das Heft nicht aus der Hand geben wollen, ihre eigenen Ideen zu 100% verwirklichen wollen oder sich Kosten für externen Support sparen möchten. Laut KfW-Gründungsmonitor scheitern allerdings nahezu 50% aller Unternehmensgründungen in den ersten drei Jahren u.a. am fehlenden Know-how, falscher Positionierung und Fehlinvestitionen.

Und jeder Gründer kann sich sicher sein, dass ein Interimsmanager ihm nicht das Heft des Handels aus der Hand nehmen wird oder gar seine Entscheidungskompetenz einschränkt. Im Gegenteil er gibt ihm die nötige Sicherheit die richtigen Entscheidungen zu treffen und entlastet ihn auf seinem Spezialgebiet in der operativen Arbeit. So kann sich der Unternehmer auf den Kern, nämlich Entwicklung des Produktes bzw. der Dienstleistung konzentrieren.

Es lohnt sich also auch für Gründer und Mittelstand, sich mit dem Thema Interimsmanagement näher auseinanderzusetzen.

© 2016 CMO2go I Christian Rahn