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Zum Gründen ist man nie zu alt.

Man gewinnt derzeit in den Medien und sozialen Netzwerken den Eindruck, das Gründer alle jung und hipp sind und ganz heiße Startups am Start haben. Doch das ist falsch! Die meisten Gründer sind älter als 40 Jahre. Das sagen die nüchternen Zahlen. Dazu später mehr. Und Statistiken belegen noch etwas: Diese Gründergruppe ist mitunter auch erfolgreicher. Also sollte man mal aufräumen mit diesem Vorteil, dass die heutige Gründergeneration nur aus jungen Menschen besteht.

Anlass dazu war übrigens eine Anfrage, ob ich an einer Workshopreihe zum Thema: "Erfolgreich selbständig mit 45+" als Vertriebs- und Marketingexperte mitwirken würde.

Vorweg: Ich möchte in diesem Artikel nicht philosophieren, ab wann ist man alt. Bis zu welchem Alter gilt man als jung. Eine solche Diskussion ist meist nicht wirklich zielführend, denn wir wissen doch alle: Man ist so jung, wie man sich fühlt. Einigen wir uns doch einfach auf den Nenner, dass man sich mit 45 Jahren in der zweiten Hälfte seines Lebens befindet.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, es ist sehr gut, wenn gerade die junge Generation, es sich zutraut schon früh als Unternehmer tätig zu sein, Ideen und Innovation zu verwirklichen. Denn Unternehmertum rockt. Erfreulich ist es, wenn die Politik und Wirtschaft eine solche Entwicklung auch fördern. Und zwar weit mehr als heute.

Fakten, Fakten, Fakten

Kommen wir jetzt mal zu Zahlen, die man dem KfW-Gründungsmonitor, der jährlichen Analyse von Struktur und Entwicklung des Gründungsgeschehens in Deutschland, entnehmen kann.

So sind nahezu 49% aller Gründer_Innen älter als 35 Jahre und fast jede/r vierte ist bereits über 45 Jahre alt.

Alles nur hippe, junge Startupler? Denkste! Fast ein Viertel aller Gründer ist über 45. #selbständig #gründen #kfwGründungsmonitor

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Gründe für die "späte" Selbständigkeit

Die Beweggründe in die Selbständigkeit zu gehen, unterscheiden sich im Grunde nicht sehr bei den unterschiedlichen Generationen. Ganz vorne liegt die Selbstverwirklichung bzw. die Verwirklichung einer Idee. Bei der Generation 45+ kommen noch zwei Verstärker dazu: Zum einen die Geschäftsübernahme vom Senior. Denn meist sind die Juniorchefs oft schon Mitte vierzig und älter, wenn Sie das Unternehmen übernehmen. Sie waren vorher nicht zwangsläufig schon selbständig, sondern im Familienunternehmen angestellt. Auch das ein angestellter Geschäftsführer das Unternehmen übernimmt kommt recht häufig vor. Tendenz zunehmend. Ein weiterer Grund für die späte Gründung ist, dass sie eine Alternative darstellt zur Beschäftigung, die nicht mehr die notwendige Befriedigung bietet oder eben verloren geht, weil man zum alten Eisen gehört und selbst in Zeiten das Fachkräftemangels es schwierig ist, eine passende wirtschaftliche oder qualifizierte Anstellung zu finden. Im KfW-Monitor heisst das dann: fehlende Erwerbsalternative.

Erfolg ist nicht vom Alter abhängig

Auch dazu gibt es Zahlen, die belegen, dass ältere Gründer seltener das Geschäft wieder aufgeben müssen, weil der wirtschaftliche Erfolg ausgeblieben ist. Gründe für eine erfolgreiche Selbständigkeit in der zweiten Hälfte des Lebens liegen vor allem meist in den persönliches Skills des Unternehmers. Die Menschen sind reflektierter, erfahrener und bringen auch einfach sehr viel Know-How mit sich. Hinzu kommt, das diese Generation bereits über ein großes Netzwerk verfügt. Das bietet enorme Vorteile insbesondere in vertrieblicher Hinsicht.

Die größten Knackpunkte ergeben sich meist im Bereich Administration und Vermarktung der nun eigenen Leistung. Denn im Gegensatz als Fachangestellter muss man nicht nur spezifische Dienstleistungen oder Produkte kreieren, sondern diese auch noch vermarkten, Werbung dafür betreiben, Preisverhandlungen führen, Personal managen. Also einfach ein Unternehmen führen und sich auch mit Ämtern und Behörden auseinandersetzen. Doch das alles läßt sich lernen. Mit einem klaren Konzept und der entsprechenden Vorbereitung kann jeder ein erfolgreicher Unternehmer werden.

Und weil das so ist, habe ich gern zugesagt, an der Workshop-Reihe für Unternehmensgründer 45+ mitzuwirken. Ein Veranstaltungsformat, das im Frühjahr 2019 zunächst in mehreren Städte im Ruhrgebiet startet. Ich bin gespannt auf viele Interessenten, Gründer und auch elbständige, die vielleicht noch ein paar Anlaufschwierigkeiten haben.

Informationen und Termine zum Impuls-Workshop

In dem Impulsworkshop erfahren Sie, wie sich und Ihre Leistung zur Marke machen und sich positionieren. Wir geben Tipps für die Marktrecherche und spielen mit Ihnen eine Kalkulation durch. Wir geben keine rechtliche oder steuerliche Beratung oder theoretisches Bla-bla, sondern wir erzählen gerne von unseren Erfahrungen, die wir in über 70 Gründungenberatungen gesammelt haben. Wir zeigen den praxiserprobten Pfad durch den Gründerdschungel.