Alles bleibt anders

“Alles bleibt anders” – Positionierung mit Social Media

… war das Motto der diesjährigen SVP-Convention für etwa 200 ihrer Fachhändler. Ich war als Referent zum Thema Marketing dabei.

Dabei ging es vorrangig um die Frage, warum und wieviel digitales Marketing braucht ein stationärer Fachhändeler? Die SVP hat die Convention übrigens mit einem sehr interessanten Konzept gestaltet. Neben mir waren noch weitere Referenten für Impulsvorträge, z.B. zu den Themen Ladenbau, Mitarbeitermotivation, usw. engagiert bei er Sache. Die Fachhändler wussten im Vorfeld jedoch nicht, welche Themen Sie in den einzelnen Workshops erwartet. Sehr spannend.

So war dann auch der Erfahrungsschatz  der Fachhändler in Sachen Digitalisierung sehr unterschiedlich. So mancher Teilnehmer war schon recht gut positioniert und aufgestellt in Sachen digitale Vermarktung und Social Media. Für viele war es aber auch das sagenumwobene “Neuland”.  So ging es mir in erster Linie darum, den Fortgeschrittenen einige Kniffe und Tricks an die Hand zu geben und den Unerfahrenen buchstäblich die Angst vor Amazon, Facebook und Co. zu nehmen.

Ausserdem ging es darum, den Teilnehmern zu zeigen, wie Sie ihre digitale Sichtbarkeit und  Auffindbarkeit steigern können und dazu eben auch Social Media zur Positionierung zu nutzen. Es waren interessante und spannende 2 Tage in Bamberg, die auch wieder gezeigt haben, dass der Fachhandel häufig seine Potentiale nicht optimal ausnutzt. Aber im Gegensatz zum was ich noch vor einigen Jahren erlebt habe, nämlich das Internet dein Feind, wächst auch bei stationären Händler, die Erkenntnis, dass man an digitaler Kommunikation nicht vorbei kommt.

Interview zur Nutzung von Social Media

Im Rahmen der Kommunikation der europe.svpworldwide.com mit ihren Fachhändlern in Form von Newsletter und Branchenpublikation, habeich noch ein kurzes Interview zu den  Themen Positionierung, Strategie und Social Media gegeben. Das Interview führte Frau Segura mit mir:

“Digitale Kommunikation für stationäre Fachhändler” war das Thema des spannenden Impulsvortrages von Christian Rahn (Inhaber von www.cmo2go.de) während der diesjährigen SVP Convention in Bamberg. Wir hatten die Gelegenheit für ein kleines, aber feines Interview zu Facebook & Co mit ihm.

 Welchen Nutzen bringt ein Social Media Profil, z.B. bei Facebook, einem Unternehmen?

Wer glaubt, ich mache Facebook und meine Produkte verkaufen sich von selbst, wird schnell merken, dass es so leicht nicht ist. Direkter Verkauf ist mit guter Werbung zwar durchaus möglich, aber nicht alltäglich. Der mittel- und langfristige Nutzen liegt vielmehr im Dialog mit Interessenten und potentiellen Kunden. Darüber hinaus spielen soziale Plattformen eine immer größer werdende Bedeutung bei der eignen Auffindbarkeit in Suchmaschinen.

 Sollten Fachhändler immer auf allen gängigen Social Media Kanälen wie Facebook, Google+, Instagram, Twitter und Co. präsent sein?

Ein klares Nein, denn “immer und überall” ist im Marketing meist keine effiziente und gute Lösung. Profile und Seiten in Netzwerken müssen regelmäßig gepflegt und mit guten Inhalten gefüllt werden. Nicht zu vergessen die Kommunikation mit den Followern. Social Media ist keine Einbahnstraße.

 Was raten Sie ihren Kunden in Sachen digitales Marketing?

Sinnvoll ist es immer, sich vorab eine Strategie, die zum Unternehmenskonzept und zur eignen Positionierung passt, zu erarbeiten. Das Wichtigste dabei ist, wie im täglichen Geschäft auch, der Kunde. In welchen sozialen Medien ist die Zielgruppe aktiv. Nur dort lohnt es sich auch, selber aktiv zu kommunizieren.

 Wie viel Zeit muss man für Social Media Aktivitäten einplanen? Und ist es sinnvoll dafür einen externen Dienstleister zu beauftragen?

Ihr Social Media Auftritt ist ein Teil der gesamten Marketingstrategie und kostet Zeit in der Planung und Umsetzung. Der Zeitaufwand ist abhängig vom Umfang der Aktivitäten und der eignen Affinität und Erfahrung in diesem Bereich.

Sinnvoll ist es, sich bei der Strategie und beim Start durch einen externen Berater helfen zu lassen, z.B. durch Training und Coaching zu den einzelnen Plattformen oder der Zielgruppenanalyse. Hier werden die meisten Fehler gemacht. Für die laufenden Aktivitäten empfiehlt es sich, diese dann selbst in die Hand zu nehmen, ggfs. mit gelegentlicher Unterstützung durch einen Experten. Dadurch gewinnt der Auftritt an Authentizität, welche von den Kunden heute erwartet wird.

Viele Händler haben Angst vor negativen Kommentaren. Vielleicht noch ein Wort zum Thema “Shitstorm”. Wie sollte man damit umgehen?

Da muss überhaupt keine Angst haben. Echte “Shitstorms”, also massenhafte Negativkommentare, gibt es so gut wie nie in der Realität. 3 oder 4 negative Kommentare machen keinen Shitstorm. Zur Beruhigung, weit über 80% aller Bewertungen und Kommentare in sozialen Netzwerken sind positiv oder neutral.

Sollte es Kritik geben, heißt es Ruhe bewahren und sich in die Lage des Nutzers versetzen. Bedanken Sie sich für das offene Feedback und entschuldigen Sie sich, wenn etwas schief gelaufen ist. Schildern Sie sachlich und höflich die eigne Sicht.

Auch in sozialen Medien ist Kritik die Chance, Verbesserungsvorschläge aufzugreifen und mögliche Schwachstellen zu korrigieren.

 Sie sagen, gutes Marketing ist wie Bergsteigen. Was bedeutet das für Ihre Kunden?

Für den erfolgreichen Aufstieg zum Gipfel benötigt man neben der richtigen Ausrüstung auch eine passende Strategie und jemanden, der sich auskennt. Jemanden, der zur richtigen Zeit die helfende Hand reicht. Ich zeige meinen Kunden die optimale Route und mache sie fit für Ihren persönlichen Erfolgsgipfel.

 Wir danken Herrn Rahn für das Gespräch. Sie haben Fragen, Meinungen oder wollen einen Rat? Dann kontaktieren Sie Christian Rahn ganz einfach über Email: chris.rahn@cmo2go.de, rufen ihn an: 0162 283 8768 oder besuchen seine Webseite www.cmo2go.de.

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